Feuerwehrnachwuchs pflanzt Hecke   

Niederhainer realisieren in Bocka weitere Naturschutzmaßnahme  Bocka/Niederhain. Zu einem Einsatz der besonderen Art trafen
sich kürzlich die Mädchen und Jungen der Niederhainer Jugendfeuerwehr auf einem Feld bei Bocka. Die Floriansjünger hatten durch
eine Wanderausstellung in der Wieratalschule vom Projekt zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL) "Biotopverbund Pleiße-
und Wieraaue Altenburger Land" des Naturkundlichen Museums Mauritianum erfahren.  Im Mittelpunkt des Vorhabens steht die Erhaltung
und Schaffung von Lebensräumen für vom Aussterben bedrohte Tiere (OVZ berichtete) wie die Haselmaus. Kurzerhand beschlossen
die Kinder, sich aktiv für deren Schutz einzusetzen. Mit Hacke und Spaten ausgerüstet, halfen sie emsig bei der Pflanzung einer rund
200 Meter langen Hecke aus 400 Sträuchern und über 30 Bäumen. "Während die Haselmaus im Leinawald nachgewiesen ist, ist sie aus
dem Deutschen Holz ganz verschwunden. Wir pflanzen deshalb diese Hecke, damit die Tiere während ihrer Wanderung Deckung und
Nahrung finden", erklärte Projektleiterin Franziska Hermsdorf dem Feuerwehrnachwuchs. Der war mit großer Begeisterung bei der Sache.
Julian Wilkens konnte sogar die Namen aller gepflanzten Bäume und Sträucher nennen. "Neben Eberesche, Holzapfel und Holzbirne
sind das Hasel, Weißdorn, Heckenrose und Schlehe", berichtet er voller Stolz. Im Rahmen des ENL-Projekts ist zwischen den beiden
Waldgebieten ein etwa vier Kilometer langer Gehölzstreifen geplant, der als Ausbreitungskorridor in Richtung Deutsches Holz wirken soll.
Die Pflanzung an der Gnandsteiner Straße in Bocka ist ein wichtiger Beitrag dafür. Noch gibt es zwischen Pöppschen und Bocka Lücken
im bereits vorhandenen Baum- und Heckenbestand, die nach und nach geschlossen werden sollen.  Um weitere Pflanzungen vornehmen
zu können, ist das Naturkundemuseum jedoch auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. "Wir suchen weitere naturverbundene
Landeigentümer wie die Familie Schäfer aus Bocka, die uns freundlicherweise erlaubt hat, die Pflanzung auf ihrem Grundstück durchzuführen.
Auch der Jugendfeuerwehr gilt ein großer Dank für ihre tolle Hilfe", so Franziska Hermsdorf. Davon kann nicht nur die Haselmaus profitieren.
Auch für Kleinsäuger, Vögel und Insekten bieten die Gehölze einen Lebensraum.